Die Mindestlohnerhöhung – starke Argumente gegen die Ängste der Branche

Einleitung
Die Bundesregierung arbeitet gerade an einem Gesetz, welches den 12-Euro-Mindestlohn vorantreibt. Das verunsichert die Branche, wie auch schon im Jahr 2015, als ebenfalls ein neuer Mindestlohn beschlossen wurde. Zusätzlich werden die Spritpreise, auch aufgrund des Ukraine-Kriegs, immer teurer. Vertreter der Taxibranche arbeiten momentan daran, die Tarife an die sich ändernden Umstände anzupassen. Diese Anpassungen werden allerdings nicht nur positiv in der Branche wahrgenommen. Denn wenn der Preis für das Taxifahren steigt, kann es sein, dass sich immer mehr potenzielle Kunden eine Alternative zum Taxi suchen werden. Durch diese Änderungen ist es für Taxifahrer sehr wichtig, Kosten zu sparen, um weiterhin wirtschaftlich zu sein. So zum Beispiel ist es vor allem auch in Zukunft empfehlenswert, eine preiswerte Versicherung zu haben, um so günstig wie irgendwie möglich, Taxifahrten anbieten zu können. 

Die günstigen neuen Anbieter der Branche
Denn immer mehr Kunden entscheiden sich für die neuen und meist günstigeren Anbieter der Branche, wie zum Beispiel Uber oder Free Now. Das liegt unter anderem daran, dass diese Anbieter deutliche Preisvorteile gegenüber dem klassischen Taxi haben. Vor allem das Taxigewerbe in Großstädten wird dadurch beeinflusst, da Uber & Co dort stärker vertreten sind, als in ländlichen Regionen. Allerdings trifft die Mindestlohnerhöhung nicht nur Taxis. 

Auch Anbieter wie Uber müssen Ihren Angestellten künftig ein höheres Gehalt, nämlich mindestens den Mindestlohn von 12 Euro, zahlen. Und natürlich ist auch für diese Anbieter der Benzinpreis gestiegen. Sollten die neuen Anbieter ihrer Dumpingpreise beibehalten, würde das für diese Plattformen einen enormen Gewinn-Verlust bedeuten. Da die Gewinnmargen solcher Unternehmen eh knapp und genau kalkuliert sind, könnte die folgende Tariferhöhung die Anbieter noch stärker treffen als das Taxigewerbe. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass sowohl die Preise für eine Taxifahrt steigen, aber eben auch die Preise von Uber & Co. Dadurch entsteht eigentlich keine Veränderung im Markt, denn alle Marktteilnehmer müssen sich an die höheren Kosten anpassen. 

Tarifanpassung – Ja oder Nein?
Ein gängiges Argument, welches gegen die Anpassung der Taxitarife spricht, ist, dass die Branche bei jeder Tariferhöhung Kunden verliert. Dieses Argument stimmt allerdings nicht, wenn man Zahlen der vergangenen Jahre berücksichtigt. Denn fast alle Taxizentralen bestätigen, dass die Zahl der Taxifahrten, wenn überhaupt, nur kurzfristig gesunken ist. Auf lange Frist haben solche Änderungen keine Auswirkungen auf die Zahl der Taxifahrten. Das liegt unter anderem daran, dass durch die Erhöhung des Mindestlohns und die Inflation allgemein die Preise von Produkten und Dienstleistungen steigen und alle Produkte etwas teurer werden. Trotzdem werden sie natürlich weiterhin genutzt oder konsumiert. So ist neben dem Taxigewerbe beispielsweise auch der Friseurbesuch in den letzten Jahren immer teurer geworden. Trotzdem lassen sich die Menschen weiterhin die Haare schneiden und färben.

Denn unter anderem ist ein Ziel der Mindestlohnerhöhung, dass die Erhöhung der Kaufkraft jedes Einzelnen insgesamt zu höheren Umsätzen und einer langfristigen Erholung der Wirtschaft führt. Durch die Covid-19-Pandemie und den Ukraine-Krieg sind die Umsätze vieler Branchen eingebrochen und die allgemeine Kaufkraft hat sich durch Zeitarbeit und Lohnausfälle verringert. Es wird also davon ausgegangen, dass die Erhöhung des Mindestlohns sogar zu mehr Konsum in allen Branchen führt. Um Kosten zu sparen, kann es sich lohnen, eine preiswerte Taxiversicherung zu finden, oder an Tankstellen zu Uhrzeiten zu tanken, in welchen das Benzin oder Diesel günstig ist. Die Tariferhöhung ist also sehr wahrscheinlich kein Grund dafür, dass die Taxi-Branche Kunden verliert. Vielmehr könnte eine Mindestlohnerhöhung dazu führen, dass auch Menschen, die sich bis jetzt kein Taxi leisten wollten, durch die Erhöhung des Gehalts plötzlich in der Lage sind, statt der Bahn mit dem Taxi nach Hause zu fahren. 

Gerade um sich gegen die günstigen, neuen Anbieter der Branche zu behaupten, kann eine Mindestlohnerhöhung einen Vorteil bedeuten. Denn eine solche Erhöhung wirkt immer auch dem sogenannten Preisdumping entgegen. Um billigere Fahrten anbieten zu können, wird bei Uber & Co an allem gespart und verzichtet. Die Margen dieser Anbieter sind oft sehr gering und genau kalkuliert. Eine Erhöhung des Mindestlohns kann deshalb auch bedeuten, dass viele dieser neuen Anbieter deutlich weniger rentabel wirtschaften können und so zum Beispiel das aggressive Wachstum verlangsamen oder aufgeben müssen. Dadurch kann die Taxi-Branche wieder wichtige Marktanteile zurückgewinnen und eventuell sogar manche der neuen Anbieter verdrängen, da diese nicht mehr rentabel sind. 

Fazit zur Angst wegen der Mindestlohnerhöhung
Die Argumente, die gegen die Mindestlohnerhöhung sprechen, sind berechtigt, aber haben höchstwahrscheinlich deutlich weniger Auswirkungen auf die Taxi-Branche, als viele Kritiker vermuten. Denn auch schon frühere Lohnerhöhungen haben nicht zum Aus der Taxi-Branche geführt und nicht viel im Taxigewerbe geändert. Vielleicht lassen sich sogar Vorteile gegenüber der neuen Konkurrenz durch Uber & Co gewinnen, da diese Unternehmen deutlich abhängiger von geringen Preisen sind, als das klassische Taxigeschäft. Vor allem durch günstigere Taxiversicherungen können wichtige Kosten gespart werden. Die hohen Preise für Benzin und Diesel müssen alle Marktteilnehmer gleichermaßen tragen und bedeuten weder einen Vorteil noch einen Nachteil für die Taxi-Branche. Im Großen und Ganzen wird die Mindestlohnerhöhung nicht viel am momentanen Zustand des Taxi-Gewerbes ändern.